Vorteile/ Nachteile von POP und IMAP im Bezug auf verschiedene Teamwork-Situationen

Wer kann mir die Vorteile/ Nachteile von POP und IMAP im Bezug auf verschiedene Team- und Arbeitskonstellationen beschreiben.

Ich denke die wenigsten Personen wollen den Revolver-Mailclient als einzigen Hauptclient benutzen und arbeiten deshalb mit speziellen Workflows, allein schon um SPAM und privates auszusortieren.

Leider finde ich seitens Revolver keine Beschreibungen zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen denkbaren Konfigurationen :-/
1,444 Aufrufe Gefragt 14, Dez 2012 in E-Mails, Organizer & CRM von Sascha.Ballweg

8 Antworten

 
Beste Antwort

Hallo Herr Ballweg,

POP3 und IMAP sind die am häufigsten genutzten Protokolle, um E-Mails von einem E-Mailserver abzurufen. Sie finden in erster Linie bei der Nutzung eines E-Mail Programms Verwendung und unterscheiden sich in Handhabung und Leistungsumfang. Beide Protokolle werden von freenet unterstützt.

POP3:
Beim Zugriff über POP3 (Post Office Protocol Version 3) wird der Ordner "Posteingang" Ihres Postfaches abgerufen und die dort vorhandenen E-Mails werden auf Ihrem Computer gespeichert. Ein POP3-Zugriff ist am ehesten mit den Öffnen eines normalen Briefkasten vergleichbar: Der Briefkasten wird geöffnet und alle vorhandenen Briefe werden herausgenommen. Der Zugriff auf weitere Ordner ist allerdings nicht möglich.

Sie können zwar ein E-Mail Programm so konfigurieren, dass die herunter geladenen E-Mails auf dem Server beibehalten werden, jedoch besteht so die Gefahr, dass irgendwann das Postfach voll ist und keine neuen E-Mails mehr empfangen werden können. Aus diesem Grund ist das Belassen der E-Mails auf dem Server nur in Einzelfällen sinnvoll.

Hauptvorteile von POP3 sind hohe Geschwindigkeit und die Möglichkeit, offline (d.h. ohne Internetverbindung) auf diese E-Mails nach dem Herunterladen über einen Computer zu zugreifen.

IMAP:
Beim Zugriff über IMAP (Internet Message Access Protocol) bleiben die E-Mails auf dem Server gespeichert und werden nur im Bedarfsfall auf Ihren Computer übertragen. Dabei können Sie sämtliche Ordner Ihres Postfaches abrufen. IMAP ist ideal um von verschiedenen Computern aus auf Ihr Postfach zuzugreifen.

Nachteile sind die etwas niedrigere Geschwindigkeit und die Einschränkung, dass nicht alle E-Mail Programme die Bearbeitung der E-Mails offline ohne Internetverbindung ermöglichen. Ferner ist es gegebenenfalls erforderlich, E-Mails vom Server manuell zu löschen, um Speicherplatz freizugeben.

Beantwortet 14, Dez 2012 von hassan.fouladpour
ausgewählt 17, Dez 2012 von hassan.fouladpour
Es tur mir leid aber ich benötige Angaben zu Revolverspezifischen Vor- und Nachteilen im Bezug auf den Workflow innerhalb eines Teams!
Beantwortet 14, Dez 2012 von Sascha.Ballweg

Hallo Herr Ballweg,

Sie können mir gerne Ihre Situation beschreiben, damit ich Ihnen meine Empfehlung aussprechen kann. Die Unterschiede von IMAP und POP3 sind nicht revolverspezifisch.

Aus der allgemeinen Beschreibung geht auch die Einsatzmöglichkeit für besagte E-Mail-Protokolle hervor.

Wenn Sie eine individuelle Beratung wünschen, können Sie gerne unseren Support anrufen.

Viele Grüße

Beantwortet 14, Dez 2012 von hassan.fouladpour

OK. Dann noch einmal mit einem spezifischen Szenario:

Eine Agentur hat 5 Mitarbeiter. Alle sind für alle möglichen Bereiche mehr oder weniger zuständig. Jobs werden also von allen unter der info@ empfangen und dann spezifisch zugeteilt/verteilt.

Jeder Mitarbeiter hat seinen eigenen Wunsch-Mailclient, möchte also nicht zwingend mit REVOLVER-Mail arbeiten. Macht es nun Sinn jedem Mitarbeiter extra eine 2. Mailadresse einzurichten die er nur in Revolver abruft und an die man projektspezifische Mails weiterleiten kann?

  • Zum Beispiel anstelle der "mueller@" die "mueller-team@" so dass Herr Müller dann alles Jobspezifische zur entsprechenden Zuordnung innerhalb von REVOLVER an die "mueller-team@" umleiten kann?
  • Und unter welcher Mailadresse sollen Antworten auf die Jobmails dann wiederum aus REVOLVER heraus versendet werden?
  • Besser aus der "mueller@" (die ja auch jeder Kunde schon kennt) oder von der neu hinzugekommenen "mueller-team@"?
  • Und unter welchem Postfach-Typ sollten diese Mailadressen zum Empfangen und Versenden aus REVOLVER heraus dann eingerichtet sein?

Natürlich könnte man die normalen Postfächer "info@" sowie "mueller@" in REVOLVER auch nur als POP einrichten und alle Mails die nicht projektspezifisch sind (nur) aus REVOLVER herauslöschen (in den privaten, lokalen Mailclients könnten diese nicht projektspezifischen Mails dann ja durchaus weiter behalten werden).

Wahrscheinlich sind da noch weitere Szenarien denkbar. Mich würde deshalb mal interessieren was REVOLVER vorschlägt und wie andere User das handhaben. Aber bitte berücksichtigen, dass zum Zeitpunkt HEUTE keiner unserer Mitarbeiter ausschliesslich mit dem REVOLVER-Mailclient arbeiten möchte!

 

Beantwortet 17, Dez 2012 von Sascha.Ballweg
Hallo Herr Ballweg,

in Ihrem Fall würde ich zum IMAP-Protokoll greifen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie haben den Mailstatus und vorallem den Ausgang immer Synchron, egal von wo aus die Mail geschrieben wurde.

Die info@ würde ich als Empfangskonto mit der Zuordnung "Für Alle" und ohne Versandmöglichkeit, und die einzelnen personifizierten Mailkonten den jeweiligen User zugeordnet, anlegen.

Die Verwendung von POP3 im Zusammenhang doppelter Mailkonten zum Weiterleiten, war ein gängiger aber umständlicher Workaround als es noch kein IMAP in Revolver gab.

Viele Grüße
Beantwortet 17, Dez 2012 von hassan.fouladpour
Hallo Herr Bailweg und Herr fouladpour,

Ich hätte durchaus auch interesse an kernigen Antworten zu dem Thema... Auch wir setzen Mail in Revolver gar nicht ein... und ich bin mir nicht sicher ob wir in unserem Workflow bei Projekten hier gewinnen oder uns Dinge in Revolver fehlen die wir bisher ausserhalb der Software erledigen...  hier wäre ein Blogpost der Strategien zum Thema aufzeigt evtl. auch an Beispielen unterschiedlicher Kunden. Aufzeigt.. ganz toll..

Sicher wissen die meisten ITler den Unterschied zwischen IMAP und POP aber im zusammenspiel mit Revolver könnte das eine mehr Sinn machen als das andere... Wir nutzen office 365 von ms für unsere mail hier wäre Imap die einzige Möglichkeit ein Konto einzubinden... aber viele mails haben nichts mit Projekten zu tun... deshalb auch bisher das nicht nutzen der Mail funktion... (kann ja auch eine Strategie sein :-) )

Evtl kann ja der eine oder andere User aus der Praxis berichten...
Beantwortet 17, Dez 2012 von spuky

Hm. Ich überlege gerade, ob es nicht besser wäre alle jobspezifischen Mails der "info@" an eine reine Empfangsadresse "revolver@" manuell umzuleiten.

Ich bin mir fast sicher, dass man so besser klar kommt da REVOLVER keinen SPAM-Filter hat und zumindest auf unserer "info@" auch viel unsinnige Kommunikation und Werbeangebote von registrierten Services und Partnern aufläuft.

Konkret würde das bedeuten:

  • team@ zum allgemeinen Umleiten (nicht Weiterleiten!) an REVOLVER (zum nachfolgenden Einsortieren in ein Projekt)
  • die normale mitarbeiter@ als reines Postfach zum Versenden von Mails aus REVOLVER heraus (Empfang deaktiviert)

Somit gäbe es in REVOLVER nur eine Einzige Empfangsadresse pro Unternehmen und jeder kann weiterhin seine individuelle Signatur und persönliche Ansprache nutzen.

So okay, oder habe ich da einen Denkfehler drin?

Beantwortet 18, Dez 2012 von Sascha.Ballweg

Hallo Herr Ballweg, hallo Herr Fouladpour,
Ihre Unterhaltung ist zwar schon etwas älter, ich möchte aber in dem Zusammenhang noch ein Thema anschneiden, dass mir sehr wichtig scheint. Wir arbeiten seit etwa 5 Jahren mit Revolver als (zusätzlichem) Mailclient und hatten hier auch, sobald es ging IMAP-Konten eingerichtet, dies aber im Herbst letzten Jahres wieder auf POP umgestellt. Der Grund ist relativ einfach:

Wenn wir das richtig verstanden haben, belässt Revolver alle Mails - also auch die, die Projekten zugeordnet werden - im Server-Postfach. Hört sich im ersten Moment unkritisch an.

Für eine brauchbare IMAP-Funktionalität wäre es allerdings dringend wünschenswert, dass Revolver alle Mails, die Projekten zugeordnet werden, vom Server "holt" und selbst speichert, damit man sie vom IMAP-Mail-Server löschen kann. 

Die aktuelle Praxis in Revolver führt dazu, dass sich im Posteingang über die Jahre sehr viele Mails sammeln. Die rechtliche Situation schreibt ja sogar vor, dass Mails über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren revisionssicher gespeichert werden müssen. Welches Postfach soll das schaffen? Das sprengt in einer Branche, die sich u.a. Fotos und (Druck-)pdfs schickt, sehr schnell den Rahmen des Erträglichen. 
Im "anderen" Mailclient wird das sichtbar: hier sind ja alle Mails im Post-Eingang zu sehen – und dürfen nichtmal gelöscht werden, weil sie ja sonst auch in Revolver verschwinden. Und so haben wir wieder auf POP umgestellt. Glücklich bin ich damit aber nicht.  

Beste Grüße
Andreas Junge
jungepartner.de

Beantwortet 17, Jul 2013 von Andreas.Junge
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